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Zwischen Umweltproblemen und Schmugglern: Eine Reportage aus Balutschistan

Unser Reporter Tooba Moshiri konnte die Provinz Sistan wa Balutschistan bereisen und sich mit zahlreichen Akteuren zu Umweltproblemen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Region unterhalten. Seine Reportage finden Sie hier.


Videoreportage: Tooba Moshiri, Iran


Wasserprobleme betreffen in Balutschistan mehr als 80 Prozent der Kommunen. In vier von fünf Gemeinden und Städten gibt es nicht genügen sauberes Trinkwasser, oftmals mangelt es wegen des geringen Niederschlags an Trinkwasser und leider viel zu oft gelangen Abwässer in das Trinkwasser.


Viele Menschen müssen daher ihre Heimat verlassen, ziehen in die größeren Städte der Region und hoffen auf ein besseres Leben. Für eine Provinz, wo ein Viertel der Wirtschaftsleistung durch Landwirtschaft erwirtschaftet wird, ist die Trinkwasserproblematik noch ein viel größeres Problem.


Was machen also die Betroffenen? Sie hauen ab oder verdingen sich als Schmuggler, wie Tooba in seiner Reportage eindrucksvoll zeigt. Wohl mehr als 40 Prozent der Menschen arbeiten als Schmuggler und bringen illegal Treibstoff nach Pakistan. Der iranische Sprit ist nämlich weitaus billiger als der pakistanische und somit ist der Schmuggel eine wichtige Einnahmequelle für die Familien der Provinz. Für die Schmuggler ist das illegale Treiben aber mit einer hohen Gefahr verbunden – denn die iranische Polizei jagt mit Gewalt die Schmuggler auf ihren Routen.