• Redaktion

Warum es keinen Krieg mit dem Iran geben wird

Aktualisiert: 5. Juni 2019

Das Säbelrasseln des US-Präsidenten Trump und seiner Widersacher hat der Vernichtungsdrohung durch Trump und der Ankündigung Irans, die Urananreicherung hochzufahren, seinen aktuellen Höhepunkt gefunden.

Manche Kommentatoren ziehen sogar Parallelen zum Irakkrieg 2003 und seinen verbalen Vorbereitungen.

Doch ein Krieg ist mehr als unwahrscheinlich.

Zum einen hat keiner der Akteure wirklich Interesse an einem Krieg. Trump ist mit der expliziten Aussage ins Amt gekommen, das Engagement der USA im Mittleren Osten zu verringern und die Bevölkerung der USA wird nur sehr schwer einen weiteren Krieg mit US-Engagement vertragen.

Für die iranischen Regime-Führung wiederum würde ein Krieg das Ende bedeuten.

Zum anderen sprechen allein die militärischen Tatsachen dagegen. Die USA haben nur einige Tausend Soldaten in der Region und zeigen keinerlei Anstrengungen, diese Zahl zu erhöhen. Auch ist die Gefahr, dass die Iraner ihre Milizen im Irak, Libanon, Syrien und Afghanisten gegen US-Soldaten einsetzen, zu groß.


Explosive Stimmung um Nourouz (Persisch Neujahr)

Warum also das Säbelrasseln?

Vermutlich will Trum, der selbsternannte Großmeister des Deals, ein neues Abkommen aushandeln. Er selbst hatte das JCPOA stets abgelehnt und schon im Wahlkampf angekündigt, es abzuschaffen.

Aber wir werden sehen. Sicherer hat die Welt jedoch noch keiner der beiden Antagonisten gemacht.