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Kurz und knapp: Was steht eigentlich im JCPOA?


Der Weg zum Frieden?

Das JCPOA ist derzeit wieder in aller Munde. Das Abkommen zwischen dem Iran und den wichtigsten Akteuren der Weltgemeinschaft sieht eine Reihe von Beschränkungen des iranischen Atomprogramms vor, welche im Gegenzug zu Sanktionserleichterungen vereinbart wurden. Aufgrund der seit einigen Monaten aktiven neuen Sanktionen durch die USA, droht der Iran mit dem Missachten von bestimmten Beschränkungen – nämlich der Beschränkungen bei der Produktion von angereichertem Uran.


Die Inhalte des JCPOA im Einzelnen:


Bis 2026

Betrieb von höchstens 5060 Uranzentrifugen

Beschränkung der Zentrifugenentwicklung

Bis 2030

Stark eingeschränkter Einsatz fortgeschrittener Zentrifugen

Bis 2031

Vorrat von max 300 kg angereichertem Uran

Urananreicherung bis max 3,67 Prozent

Schweres Wasser: Vorrat von max 130 Tonnen, keine neuen Reaktoren

Keine Urananreicherung in Fordo

IAEA-Zugang zu verdächtigen Anlagen binnen 24 Tagen

Bis 2036

Ständige Überwachung der Zentrifugen-Produktion

Bis 2041

Ständige Überwachung der Uranminen und -mühlen

Unbegrenzt

Keine Wiederaufbereitung von Brennelementen

Keine Entwicklung von Nuklearsprengköpfen

Befolgung des Atomwaffensperrvertrags


Im Gegenzug versprach der Westen dem Iran den Weg zurück in die Weltgemeinschaft und vor allem zurück in den Welthandel. Durch die aktuellen Sanktionen der USA ist dies dem Iran faktisch verwehrt.