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Der Hass der Woche: Drei Gründe, warum Sie die Fußball-WM in Katar boykottieren sollten

2022 soll die FIFA-Fußball-WM in Katar stattfinden. 32 Mannschaften werden wieder einem Ball hinterherlaufen und mit gefühlt 0,3 Toren pro Spiel werden die Abwehrreihen einen neuen Höhepunkt ihrer Effizienz erreichen.

Die deutschen - dann wieder in Nationalmannschaft umgetaufte - Fußballsöldner werden als Geheimfavorit gehandelt werden und mit einem überzeugenden 1:0 von Italien aus dem Turnier geworfen.

Diese Aussichten sollten Sie aber nicht abschrecken, sich mit der WM auseinanderzusetzen.

Vielmehr sollten Sie die WM aus drei weitaus gewichtigeren Gründen boykottieren.


Ende Gelände. Keine WM in Katar. Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.


(1) Korruptionsstadl FIFA

Die Korruption bei der FIFA hat ja schon längst legendäre Züge angenommen. Man denke nur an die großartige Kuckucksuhren-Aktion des Martin Sonneborn, der die allumfassende Korruption in der FIFA aufs Korn nahm.

Bei der Vergabe der WM kam es zu einigen merkwürdigen Gegebenheiten. Nach Angaben eines südamerikanischen Mitglieds im Exekutivausschuss sollen schon weit im Vorfeld der Abstimmung Stimmen gekauft worden sein.

Die Vertreter von Nigeria und Tahiti wurden sogar von der Sunday Times erwischt, wie sie ihre Stimmen zum Verkauf anboten.

Alles in allem business as usual für die FIFA, aber für uns ein Grund, sich dieses alberne Spektakel nicht länger anzutun.


(2) Menschenrechte

Man kann es nicht oft genug sagen - Katar ist ein mieses Regime, dass die ausländischen Arbeiter wie Dreck behandelt und diese ohne mit der Wimper zu zucken, auf den Baustellen krepieren lässt.

Allein in den Wochen zwischen dem 4.Juni und dem 8. August 2013 kamen 44 nepalesische Arbeiter ums Leben. In den Jahren 2012 bis 2013 starben sogar mehr als 450 Inder auf den Baustellen.

Nach einer Untersuchung des Internationalen Gewerschaftsbundes sterben jährlich 250 Inder und 170 Nepalesen.

Viele Arbeiter bekommen ihre Löhne nicht ausgezahlt, müssen betteln gehen, um zu überleben, Trinkwasser fehlte, sie wurden geschlagen, bekamen keine medizinische Behandlung, Arbeitsschutz ist vollkommen unbekannt und die Ausreise der Arbeiter wird durch das Einziehen der Pässe verhindert.

Um es deutlich zu sagen: Das ist Sklaverei schlimmster Art.

Schauen Sie sich die WM nicht an. Diese Spiele haben jetzt schon Tausenden Menschen das Leben gekostet.


(3) Katars Politik

Katar ist in der Vergangenheit durch seine offene Unterstützung von islamistischen Terrorgruppen wie Hamas, Taliban etc. aufgefallen und hat sich davon auch nicht verabschiedet. Sie erinnern sich - Taliban haben Dutzende deutsche Soldaten getötet, die in Afghanisten versuchten, Frieden und Menschenrechte zu fördern.

Über Menschenrechte im eigenen Land (Stichwort Homosexualität oder Minderheitenrechte) mal ganz zu schweigen.

Es ist schier unerträglich, dass ein in einem Land wie Katar - das selbst von anderen arabischen Staaten boykottiert wird - Fußballweltmeisterschaften stattfinden dürfen.

Das ist wie Berlin 1936.


Bitte schauen Sie sich die WM nicht an. Gehen an Sie die frische Luft. Spielen Sie Fußball mit Ihren Nachbarn und Kindern. Informieren Sie alle Menschen über diesen Skandal.